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Ball - Geschichte


 
Der Ball ist rund. ( Sepp Herberger)

Ballgeschichte

Die früheren Bälle -wie der aus dem englischen Cup-Finale von 1903 - waren weder besonders rund noch besonders elastisch. Die  von einer Lederhaut umgebenen luftgefüllten Schweinsblasen hatten eher ovale Form. Bevor Bälle mit runden, wasserdichten Gummischläuchen hergestellt werden konnten, musste gegen Ende des 19. Jahrhunderts  erst ein Lösungsmittel für Kautschuk erfunden werden. Rund waren die Bälle dann allerdings immer noch nicht. An der Stelle, wo man ihn mangels eines geeigneten Luftventils verschnüren musste, blieb ein  kleiner “Hubbel”, der beim Kopfball-Kontakt oft zu bösen Verletzungen führte. So wurde der unverschnürte Ball in einer Anzeige aus den 20er Jahren als grosse Errungenschaft gepriesen. Doch auch diese  Lederbälle blieben im Spielbetrieb unberechenbar: Auch wen sie noch so gut eingefettet waren, wenn es regnete, dann sogen sie sich unweigerlich mit Wasser voll und wurden im Laufe des Spiels immer  schwerer.

Der offizielle Ball

Das Geheimnis des Fussballs ist ja der Ball ( Uwe Seeler )
Der Umfang des Balles bei Spielbeginn darf nicht mehr als 71 und nicht weniger als 68 cm betragen. Das Gewicht des Balles darf  zu Beginn nicht mehr als 453 und nicht weniger als 386 Gramm sein. Der Druck soll 0,6 bar, 0,7 atü entsprechen

FIFA - Normen

Den offiziellen WM-Ball stellt seit 1970 “adidas”. Ein von der FIFA eingeführtes Gütesiegel garantiert Mindestnormen  hinsichtlich der Qualität und Eigenschaft. Ein heutiger Ball wird nicht mehr aus Leder hergestellt. Er besteht aus Kunststoff, hauptsächlich Neopren. Denn er soll wasserdicht sein und sich nicht, wie bei  Leder unvermeidlich, mit Feuchtigkeit vollsaugen. Richtig rund soll er auch sein, deshalb wird er in Labors vermessen und im Windkanal werden die Flugeigenschaften getestet

Ball - Anekdoten

Als die per Hand gefertigen Bälle sich noch durch hohe Individualität auszeichneten, hatten die Fussballer ein besonders intimes  Verhältnis zu ihrem Spielgerät. Man war bestrebt, möglichst mit dem eigenen, gewohnten Ball zu spielen. Dass Uruguay 1930 Weltmeister wurde, wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass sie in der 2.  Halbzeit mit “ihrem” Ball spielen durften.

Auf die Frage, wie es ihm gelänge, Eckstösse direkt zu verwandeln, gab Mario Basler die frappierend einfache Antwort: “Das  Ventil des Balles muss immer oben liegen und die Markierung des Herstellers rechts - und da haue ich drauf, fertig. “

Ich glaube der Ball hat ein anderes Abrollverhalten.”Heribert Fassbender über das Zusammentreffen des runden Leders mit  dem ungewohnten amerikanischen Rasen bei der WM 1994.

Ballbeherrschung

Da war ein sinnliches Verhältnis zu meinem Objekt, das bei jedem Fusstritt anders reagierte, das stets anders behandelt  werden wollte. (Günter Netzer)

Die verschiedenen Techniken der Ballbehandlung mit dem Fuss erfordern ein feines Körpergefühl und sind selbst für Begabte nur in  langjähriger Übung zu erlernen. Daher liegen im Fussball geniale Kunst und hilflose Stümperei so dicht beieinander wie in keinem anderen Spiel. Ein Fussballspieler muss die Eigengesetzlichkeit des Balls  verstehen, muss sich in den Ball hineinversetzen und sich seiner Bewegung anschmiegen, das widerspenstige Objekt unter Aufbietung aller körperlichen Geschicklichkeit bändigen. Bei der Ballannahme darf er  die Eigenbewegung des Balles nicht brechen, sondern muss sie wahrnehmen, aufnehmen und umleiten. Der Fuss muss dem hoch oder flach einfallenden Ball entgegengeführt und noch vor dem Moment des  Auftreffens im richtigen Tempo zurückgenommen werden, um die Wucht zu nehmen. Nur wenn der Spieler der Ballbewegung entgegenkommt und sie gleichsam verlängert, kann er für einen Augenblick so gezähmt  werden, dass er spielbereit vor den Füßen liegenbleibt. Erkennt ein Spieler den Ball nicht als Spielpartner an, der viel Gefühl verlangt, so verweigert er sich im spröden Zurückprallen. Filigranen  Technikern gelingt es, den Ball mit der sanft mitschwingenden Oberseite des Fusses aufzufangen, sie können den Ball annehmen und führen, als ob sie Magneten an den Füssen haben

Auch das ist eine Ballgeschichte... Einfach ansehen und nachdenken !!!

 

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